Akteure und Netzwerke in Berlin - mit wem kann ich mich zusammentun?

Ein Blick über den Tellerrand hinaus - insbesondere in ressortübergreifenden Kooperationen liegt oft ein großes Potenzial. So kann gegenseitig von dem Expertenwissen und Erfahrungen unterschiedlicher Bereiche profitiert oder gemeinsam Neues gewagt werden.

Diese Seite gibt einen Überblick über Akteure und Netzwerke, mit denen die Zusammenarbeit in unterschiedlichlichen Handlungsfeldern für ein gesundes Altern vielversprechend ist - sei es zur Förderung sozialer Teilhabe, Bewegung oder psychischer Gesundheit im Alter. Dabei hat diese Seite nicht den Anspruch einer vollständigen Abbildung aller Akteure und Netzwerke in Berlin, sondern will beispielhaft Inspiration und Anregung geben.

Unterteilt sind diese in die folgende drei Kategorien:

Akteure und Netzwerke auf Landesebene

Akteure und Netzwerke auf Bezirks- und Quartiersebene

Einrichtungen und Multiplikatoren im Stadtteil

 


Akteure und Netzwerke auf Landesebene

Unter diesem Titel werden Verbünde, Institiativen und Akteure aufgegriffen, die sich berlinweit engagieren und ebenfalls wichtige Partner für gemeinsame Aktivitäten sein können.  

Wohlfahrts- und Spitzenverbände

  • Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband

Weitere Informationen unter www.paritaet-berlin.de

  • Arbeiterwohlfahrt, Landesverband Berlin

Weitere Informationen unter www.awoberlin.de

  • Deutsches Rotes Kreuz

Mehr Informationen unter www.drk-berlin.de 

  • Jüdische Gemeinde zu Berlin

Mehr Informationen unter www.jg-berlin.org    

  • Caritasverband

Mehr Informationen unter www.dicvberlin.caritas.de

  • Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg e.V.

Mehr Informationen unter www.diakonie-berlin-brandenburg.de

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Der Schutz vor Krankheit und die Förderung von Gesundheit sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Beitrag der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stellt einen Baustein im Rahmen eines größeren Verbundes unterschiedlich verantwortlicher Akteure dar, z.B. öffentlicher Gesundheitsdienst, Bildungsbereich, Unfallversicherung, staatlicher und betrieblicher Arbeitsschutz, zahlreiche freie und gemeinnützige Initiativen und Organisationen. Idealerweise arbeiten diese Akteure zielbezogen und entsprechend ihrer Kompetenzen und Zuständigkeiten zusammen.

Die gesetzliche Grundlage für die Leistungen der GKV in den Bereichen Gesundheitsförderung und Primärprävention bildet der §20 des Sozialgesetzbuches V.

Quelle: Dies ist ein Auszug aus dem Beitrag "Handlungsfelder und Kriterien der Gesetzlichen Krankenversicherung" (PDF, 1,1MB) von Dr. Gudrun Borchardt, Techniker Krankenkasse, in der Broschüre "Gemeinsam mehr bewegen" (Hrsg. Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.)

Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V.

Der Verband für sozial-kulturelle Arbeit ist der bundesweite Dach- und Fachverband der Nachbarschaftsheime, Bürgerhäuser und/oder Stadtteilzentren.
Auf Bundesebene ist der Verband Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV). Auf internationaler Ebene zudem in der International Federation of Settlements and Neighbourhood Centres (IFS) mit Sitz in New York (USA).

Weitere Informationen unter stz.spinnenwerk.de/

SEKIS - Selbsthilfe Kontakt und Informations Stelle

SEKIS ist die zentrale Berliner Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle, eine Einrichtung zur Unterstützung von Selbsthilfegruppen und Initiativen sowie Menschen, die sich engagieren wollen. Beispielsweise bei Fragen rund um Fördermöglichkeiten, Informationsmaterialien und der Gründung von Gruppen. Zudem unterstützt SEKIS bei Kooperation, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Informationen unter www.sekis-berlin.de. Anhand einer Datenbank kann hier auch gezielt nach Selbsthilfegruppen in Berlin gesucht werden.

Kompetenzzentrum pflegeUNTERSTÜTZUNG

Das Kompetenzzentrum pflegeUNTERSTÜTZUNG ist auf Landesebene tätig. Es koordiniert und unterstützt niedrigschwellige Betreuungsangebote im Bereich der häuslichen Pflege, die eine unmittelbare alltagsnahe Unterstützung bieten, mit Angeboten der Kontaktstellen PflegeEngagement, die großen Wert auf die Arbeit mit ehrenamtlich Engagierten legen. Ziel ist es zum Einen, das Selbsthilfepotenzial der Pflegebedürftigen aufgrund körperlicher Einschränkungen zu erhalten und zu fördern. Zum Anderen sollen Angehörige dadurch entlastet und gestärkt werden.


Weitere Informationen unter www.pflegeunterstuetzung-berlin.de

Kompetenz Zentrum Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe

Das Kompetenz Zentrum Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe (kom•zen) ist das Referenzmodell des Landes Berlin zu diesem Thema. Es stößt notwendige Fachdebatten an und bringt Bewegung in die Diskussionen. Dabei fungiert als Brücke zwischen den Bereichen der Altenhilfe, Migration sowie der Öffentlichkeit und gibt Impulse zur Vernetzung.

Weitere Informationen unter http://www.kom-zen.de/

Landesseniorenvertretung

Auf Grundlage des Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes engagieren sich hier ältere Menschen ehrenamtlich in Berlin. An die Seniorenvertreterinnen und -vertreter können sich alle Ältere mit ihren Sorgen und Nöten wenden, beispielsweise hinsichtlich Wohnen, Wohnumfeld, Mobilität, ÖPNV, Pflege, Gesundheit, Verbraucherschutz, Selbsthilfe oder Ehrenamt.

Die Landesseniorenvertretung agiert berlinweit und greift unter anderem Anregungen, Fragen und Probleme auf, die auf Seiten der bezirklichen Seniorenvertretung an sie herangetragen werden. Dabei trägt sie insbesondere auch die Themen in die Berliner Öffentlichkeit. 

Mehr Informationen über die Landesseniorenvertretung und ihre Aktivitäten unter www.landesseniorenvertretung-berlin.de/.

Arbeitskreis Berliner Senioren

Der Arbeitskreis Berliner Senioren tritt seit 1984 für die Interessen älterer Menschen ein. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit Insititutionen, die im Rahmen der Altenhilfe tätig sind. Der Arbeitskreis ist eine überparteiliche unabhängige Selbsthilfeorganisation.

Mehr Informationen unter www.senioren-berlin.de

Ärztekammer Berlin

Die Ärztekammer ist die Berufsvetretung aller Berliner Ärtztinnen und Ärzte. Als "Körperschaft des öffentlichen Rechts" ist sie eine vom Gesetzgeber eingerichtete Insitution, die Aufgaben in Selbstverwaltung übernimmt.

Aufgaben und Funktionen der Berliner Ärztekammer sind zum Beispiel die ärztliche Weiterbildung und Fortbildung sowie Qualitätssicherung der medizinischen Versorgung. Ebenfalls ist sie unter anderem in der der Berufs- und Gesundheitspolitik aktiv und unterstützt und initiiert Projekte und Initiativen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Berlin.

Weitere Informationen unter www.aerztekammer-berlin.de.

Psychotherapeutenkammer Berlin

Der Psychotherapeutenkammer Berlin nimmt die beruflichen und berufspolitischen Belange der Psychiologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten war und vertritt deren Interessen in Politik und Gesellschaft.

Weitere Informationen unter www.psychotherapeutenkammer-berlin.de.

 


Akteure und Netzwerke auf Bezirks- und Quartiersebene

Je nach Bezirk bestehen unterschiedliche Netzwerke, Koordinierungsstellen oder Verbünde, welche wichtige Partner für die Bewegungsförderung im Stadtteil oder Quartier darstellen können.

Koordinierende Stellen in den Bezirken sind oft gut im Bezirk vernetzt und kennen Akteure und Angebote. So können sie weitere Partner mit ins Boot holen, Multiplikatoren sein, Kontakte herstellen und die Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. Zudem stehen sie oft in engem Kontakt zu den Älteren und kennen deren Bedürfnisse oder Wünsche.  

Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination des öffentlichen Gesundheitsdienstes (OE QPK)

In den Berliner Bezirken sind die Organisationseinheiten Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination des öffentlichen Gesundheitsdienstes (OE QPK) vielfältig aktiv: Kernaufgaben sind u.a. die Gesundheits- und Sozialberichterstattung, eine sozialindikative Gesundheitsplanung sowie die Koordination der psychiatrischen Versorgung und Suchthilfe. Ebenso werden Maßnahmen der Gesundheitsförderung in den Bezirken koordiniert und das bügerschaftlichen Engagements gestärkt. Auch die (Weiter-)Entwicklung fachlicher Standards zur Qualitätsicherung im öffentlichen Gesundheitsdienst gehört zu den Kernaufgaben.  

Mehr Informationen über die OE QPK geben die jeweiligen Bezirksämter. Der Abschlussbereicht der bezirksübergreifenden Arbeitsgruppe "Qualitätszirkel der OE QPK" informiert über Grundlagen der Arbeit der OE QPK. Er ist zugänglich über www.berlin.de oder direkt unter folgendem Link.

Bezirkliche Seniorenarbeit und Altenhilfekoordination

Gesundheit, Teilhabe und Lebensqualität älterer Menschen zu fördern und ihre Versorgung zu sichern steht im Mittelpunkt der Arbeit der Seniorenarbeit und Altenhilfe in den Berliner Bezirken. Diese sind ein wichtiger Partner, wenn in einem Bezirk Aktivitäten zur Förderung eines gesunden Alter(n)s angestoßen oder weiterentwickelt werden sollen. Aufgrund ihrer Vernetzung im Bezirk können sie beispielsweise darin unterstützen, weitere Partner und Multiplikatoren mit "ins Boot zu holen".

Je nach Bezirk ist unterschiedliche geregelt, wie die bezirkliche Altenhilfekoordination oder Seniorenarbeit ausgestaltet ist und wo diese in den Strukturen des Amtes verortet ist. Dementsprechend variierrt auch die Ausrichtung und Aufgabenschwerpunkte. Mehr Informationen dazu bieten die jeweiligen Bezirksämter.

Bezirkliche Seniorenvertretungen

Seniorenvertretungen sind Anlaufstellen für alle Berliner Seniorinnen und Senioren, z.B. bei den Themen Gesundheit und Mobilität. Beraten wird von der älteren Generation selbst, was einen Austausch auf "Augenhöhe" ermöglicht.

Informationen über die lokale Seniorenvertretungen bietet der Link der Landesseniorenvertretung www.landesseniorenvertretung-berlin.de (siehe auch  Akteure und Netzwerke auf Landesebene)

Quartiersmanagement

Erhalt und Stärkung des sozialen Zusammenhalts eines Stadtteils ist Anliegen des Quartiersmanagements. Als "Sprachrohr" in den Kiezen setzen sie mit einer Vielzahl von Partner unterschiedliche Projekte, Vorhaben und Maßnahmen um. Eingebunden sind sie in das Programm "Soziale Stadt". Mehr Informationen unter dem Link www.quartiersmanagement-berlin.de.

Pflegestützpunkte

Pflegestützpunkte sind neutrale und kostenlose Beratungsstellen für Pflegebedürftige, für von Pflegebedürftigkeit bedrohte Menschen, für Behinderte und Angehörige. Als Multiplikatoren sind die auch für die Bewegungsförderung im Alter wichtige Partner. Der Link: http://www.hilfelotse-berlin.de bietet eine Übersicht über die Pflegestützpunkte. Überblick über Aufgabenbereiche und Standorte der Pflegestützpunkte in Berlin sind auch unter www.pflegestuetzpunkteberlin.de einsehbar.

Kontaktstellen PflegeEngagement

Die Kontaktstellen PflegeEngagement bieten Unterstützung für betreuungs- und pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige bei der Bewältigung von Alltagsaktivitäten. Außerdem bieten sie Menschen, die selbstbestimmte Hilfeformen rund um die Pflege suchen, entsprechende Angebote wie bspw. nachbarschaftliche Hilfenetzte, Gesprächsgruppen oder die Vermittlung von freiwilliger Unterstützung.
Die Kontaktstellen PflegeEngagement arbeiten nach Standards der für Gesundheit zuständigen Senatsverwaltung, die diese mit den Verbänden der Pflegekassen abgestimmt haben.

In jedem der 12 Berliner Bezirke gibt es eine Kontaktstelle PflegeEngagement. Informationen, auch zu den jeweiligen Angeboten und Ansprechpartnern in den Bezirken, finden sie unter dem Link www.pflegeunterstuetzung-berlin.de/

Geriatrische-Gerontopsychiatrische Verbünde

Geriatrisch-Gerontopsychiatrische Verbundsysteme (GGV) sind in Berlin regional und orientiert an den Bezirksgrenzen. Sie sind eine Kooperation zwischen den Bereichen der Gerontopsychiatrie, Altenhilfe, Altenpflege und Geriatrie und bringen beratende, ambulante, teilstationäre und stationäre Ressorts zusammen.

Ziel ist es, die Versorgung ältere Menschen durch Kooperations- und Koordinationsverfahren zu verbessern, beispielsweise indem Versorgungslücken identifiert werden, die Abstimmung verbessert oder Qualität gemeinsam weiterentwicklt.

 

Freiwilligenagenturen

Freiwilligenagenturen vermitteln Menschen, die Interesse an einem ehrenamtlichenen Engagement haben, unabhängig ihres Alters. Angeboten wird eine individuelle und kostenfreie Beratung, um das für den Einzelnen passende Tätigkeitsfeld zu finden. Ehrenamtlich engagiert werden von den Freiwilligenagenturen zudem durch Kurse im Freiwilligen- oder Konfliktmanagement unterstüzt und auch der Erfahrungsaustausch untereinander wird gefördert.

In Berlin sind die Freiwilligenagenturen zur Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (LAGFA) zusammengeschlossen.

Weitere Informationen unter http://www.berlin.de/buergeraktiv/engagement/freiwilligenagenturen/ oder http://www.lagfa-berlin.de/ 


Einrichtungen und Multiplikatoren im Stadtteil

Einrichtungen im Stadtteil bieten eine breite Palette an Aktivitäten - darunter oft auch spezielle Angebote für Ältere. Diese reichen von Frühstück, Singen, Beratung und Selbsthilfe bis hin zu Bewegungsangeboten wie Tanz, Gymnastik oder Spazierengehen. Oft sind die Einrichtungen auch ein Begegnungsort für Geselligkeit, Gemeinschaft und Teilhabe.  

Bei Aktivitäten im Stadteteil die lokalen Einrichtungen einzubeziehen birgt in vielerlei Hinsicht Potenziale. Oft sind die Einrichtungen Älteren, die in der Umgebung wohnen, bereits vertraut und der Zugang zu ihnen somit niedrigschwellig. Mitarbeitende vor Ort können zudem ihre Besucherinnen und Besucher auf Angebote im Quartier aufmerksam machen und so als Multiplikatoren und Multiplikatorinnen weiterleiten.

Die folgende Übersicht hat dabei nicht den Anspruch, vollständig zu sein. Vielmehr soll sie Anregungen und Ideen geben. Natürlich gibt es noch viele weitere Einrichtungen, die es lohnt, bei einem gemeinsamen Vohaben im Stadtteil einzubeziehen.

Stadtteilzentren, Nachbarschafts- und Mehrgenerationenhäuser

Stadtteilzentren, Nachbarschafs- und Mehrgenerationshäuser sowie weitere Initiativen wie Kiezläsen, Quartierbüros etc. sind Orte im Quartier, die das nachbarschaftlich Miteinander fördern und deren Türen für Jung und Alt gleichermaßen offen stehen.

Neben vielfältigen Tätigkeitsfeldern für bürgerschaftliches Engagement, sozialen und kulturellen Angeboten sowie Beratung bieten Stadtteilzentren ebenso eine breite Palette an Bewegungs- und Sportangebote an, z.B. Tanzgruppen, Qigong oder Spaziergangsgruppen.

Mehr Informationen über Aufgaben, Schwerpunkte und Förderung bieten die folgenden Links:

  • Eine Übersicht über Freiwilligenagenturen, Nachbarschaftshäuser, Selbsthilfekontaktstellen und Mehrgenerationenhäuser ist im Kiezatlas unter www.kiezatlas.de/browse/alle-bezirke zugänglich.

Seniorenfreizeit- und Begegnungsstätten

Seniorenfreizeit- und Begegnungsstätten unterstützen Ältere in einer aktiven Alltagsgestaltung. Mit Freizeit- und Kulturangeboten, Gruppenangeboten und Bewegungskursen bis hin zu Mittagstischen und Kaffenachmittagen besteht oftmals eine breite Angebotspalette. Neben Seniorenbegegnungstätten, die sich in erster Linie an Ältere richten, gibt es ebenso generationenübergreifend ausgerichtete Begegnungstätten.

Unter www.hilfelotse-berlin.de/ kann in der Datenbank gezielt nach Seniorenfreizeitstätten oder Seniorenbegegnungstätten in den Berliner Bezirken gesucht werden.   

Berliner Volkshochschulen

Mit ihren 12 Standorten sind Volkshochschulen in Berlin in der Regel wohnortnah zugänglich. Sie bieten älteren Menschen ein vielfältiges Spektrum von Angeboten, dabei auch spezielle Kurse für die Generation 50 plus. Ältere profitieren hier von den Uhrzeiten, da diese überwiegend an Vor- oder Nachmittagen stattfinden und der Hin- und Rückweg nicht bei Dunkelheit erfolgen muss. Durch Kooperationen mit Krankenkassen und teilweiser Erstattung der Kosten ist eine Teilnahme auch für Menschen mit geringeren finanziellen Mitteln möglich.

Inwieweit die Volkshochulen einen Beitrag zur Bewegungsförderung im Alter leisten können berichtet der Beitrag  "Bewegung in den Berliner Volkshochschulen" (PDF) von Ines Kortmann, Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg, in der Broschüre "Gemeinsam mehr bewegen".

Mehr Informationen zum Kursprogramm, Volkshochschulen in den Bezirken und Rahmenbedingungen gibt es zudem unter dem Link www.berlin.de/vhs/index.html.

Pflegeeinrichtungen

Ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen bieten ihren Bewohnerinnen und Bewohnern oft Angebote zur Freizeitgestaltung, kulturellen Teilhabe oder zu Bewegung. Vermehrt öffnen Pflegeeinrichtungen ihre Angebote auch für ältere Menschen, die in der Umgebung wohnen. Damit werden für Ältere Möglichkeiten geschaffen, eine Einrichtung im Bezirk niedrigschwellig kennen zu lernen. Gleichzeitig werden so Bewohnerinnen und Bewohner der stationären Einrichtungen stärker in das Quartiersleben einbezogen.  

Sturzprävention in ambulanten und stationären Einrichtungen, die auch für ältere Menschen aus dem Quartier kostenfrei ist? - Wie dies gelingen kann, zeigt das Konzept der AOK Nordost mit dem Titel "Sicher- und Aktivsein im Alter". Mehr Informationen gibt es unter dem Pfad »Bewegung im Alter »Beispiele aus der Praxis unter dem Stichwort Stadtteileinrichtungen.  

Kirchengemeinden und Glaubensgemeinschaften

Kirchengemeinden und Glaubensgemeinschaften sind in vielen Fällen ein wichtiger und wohnortnaher Bezugsort älterer Menschen und zudem oft auch ein Ort, wo informelle Kontakt geknüpft werden oder sog. Hilfe zur Selbsthilfe stattfindet.

Neben sozialen und kulturellen Aktivitäten bieten Kirchengemeinden oder Glaubensgemeinschaften zum Teil auch Bewegungsangebote an. Bei den Berliner Spaziergangsgruppen treffen sich beispielsweise Ältere in ihrer Kirchengemeinde, um gemeinsam zu einer Runde in die Nachbarschaft aufzubrechen (siehe auch Berliner Spaziergansgruppen).     

Darüber hinaus sind Kirchengemeinden und Glaubensgemeinschaften wichtige Multiplikatoren für Angebote im Stadtteil. Sie können in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen, beispielsweise durch Aushänge vor Ort oder persönliche Ansprache von Mitgliedern.

Wohnungsbaugesellschaften

Wohnungsbaugesellschaften haben in vielen Fällen ein Interesse daran, den Stadtteil und das Wohnumfeld für die dort lebende Bevölkerung attraktiv zu gestalten. Soziales Miteinander im Quartier erhöht zum Beispiel die Identifikation mit dem Kiez. Insbesondere Ältere wollen oft möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben. Bewegungsangebote, eine seniorenfreundliche Umgebung oder Kurse für Sturzprävention unterstützen beispielsweise darin, Mobilität und Selbstständigkeit möglichst lange zu wahren und dies so zu ermöglichen. Auch für Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften kann es  interessant sein, solche Angebote zu unterstützen. Vielfältige Angebote in wohnortnähe sind ebenso oft ein Pluspunkt für potenzielle neue Bewohnerinnen und Bewohner.

Zum Teil können Wohnungsbaugesellschaften Räumlichkeiten für Angebote vor Ort  zur Verfügung stellen. Auch als Multiplikatoren für Angebote im Quartier sind sie ein wichtiger Partner, beispielsweise wenn sie ältere Bewohnerinnen und Bewohner Mitarbeitende in Fragen der Alltagsgestaltung beraten. Zudem kann mit Aushängen, Flyern oder Plakaten die Bewohnerschaft auf Angebote aufmerksam gemacht werden.

Das Konzept des Seniorenstützpunktes Bewegung des TSV Berlin-Wittenau e.V. ist ein Beispiel, wie eine Kooperation zwischen einem Sportverein und einer Wohnungsbaugesellschaften aussehen kann. Folgen Sie dem Pfad »Bewegung im Alter »Beispiele aus der Praxis unter dem Stichpunkt Sportvereine bewegen für mehr Informationen.

Ansprechpartner

Stefan Weigand

Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung im Land Berlin

Tel.: 030 44 31 90 66

E-Mail: weigand(at)gesundheitbb.de

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