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Beispiele aus der Praxis - was hat sich bewährt?

In Berlin bestehen vielfältige Projekte und Initiativen, die für ein bewegtes Alter(n) aktiv sind. Entsprechende Beispiele aus der Praxis geben dabei vielfältige Anregungen und Impulse, beispielsweise hinsichtlich kreativer Zugangswege oder gelingender Kooperationen mit Partnern. Zwar gibt es kein pauschales Rezept, das Schritt für Schritt abgearbeitet werden kann, um ein bewegtes Alter(n) erfolgreich zu fördern. Dennoch lassen sich die gewonnen Erfahrungen als Orientierung oder Empfehlungen nutzen und an die jeweiligen Bedarfe und Gegebenheiten vor Ort anpassen.

Diese Seite greift beispielhaft einige Kooperationen, Initiativen und Projekte aus der Berliner Praxis der Bewegungsförderung auf. Dabei bietet sie keinen umfassenden Überblick über bestehende Aktivitäten. Vielmehr will sie zu partnerschaftlicher, ressortübergreifender Zusammenarbeit anregen und Ideen zur Konzeptionierung, Planung und Qualitätsentwicklung von Maßnahmen und Strategien geben.

 


Ressortübergreifende Kooperationen

Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren gelingt am besten gemeinsam mit Partnern. Denn jeder und jede bringt Erfahrungen und Wissen aus dem eigenen Arbeitsfeld mit, nutzt andere Zugänge zu Zielgruppen und arbeitet mit unterschiedlichen Multiplikatoren zusammen.

In Berlin gibt es bereits gute Beispiele für gelingende Kooperationen oder partnerschaftliche Zusammenarbeit, die Anregungen und Impulse geben können.

Beispiele aus der Praxis - Landesebene

Kampagne "Berlin komm(t) auf die Beine"

Die Kampagne „Berlin komm(t) auf die Beine“ wurde von dem Landessportbund, der Ärztekammer Berlin, der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin und dem Berliner Sportärztebund gestartet. Kerninhalte sind zum einen das „Rezept für Bewegung“, mit welchem Ärztinnen und Ärzte Empfehlung für Bewegung geben. Die Suche nach dem passenden Angebot unterstützt zum anderen die Broschüre „Gesundheitssport“, in die sich Sportvereine mit qualitätsgesicherten Angeboten verzeichnen.

Weitere Informationen bietet der Beitrag Kampagne "Berlin komm(t) auf die Beine (PDF) von Dr. Jürgen Wismach, Berliner Sportärztebund e.V., in der Broschüre „Gemeinsam mehr bewegen – Gute Argumente und Berliner Beispiele für Bewegungsförderung im Alter“.

Sowie der Link www.lsb-berlin.net

Beispiele aus der Praxis - auf Bezirks- oder Stadtteilebene

Runder Tisch "Aktiv im Alter in Gesundbrunnen"

Aktiv im Alter sein oder bleiben ist ein Querschnittsthema, für das sich im Prognoseraum Gesundbrunnen viele Akteure und Ältere engagieren. Initiiert durch die NachbarschaftsEtage Fabrik Osloer Straße e. V. (im Rahmen der intermediären Stadtteilkoordination) und dem Zentrum für Bewegungsförderung Berlin wurde der Runde Tisch "Aktiv im Alter in Gesundbrunnen" etabliert. Er bietet eine Plattform zur Bündelung von Engagement sowie den Ressourcen der teilnehmenden Akteure. Der Runde Tisch stellt ausdrücklich eine Möglichkeit dar, um mit Älteren ins Gespräch zu kommen - ganz im Sinne von Partizipation. Vor allem soll Aktuelles ausgetauscht sowie in themenspezifischen Arbeitsgruppen konkrete Aktivitäten geplant und umgesetzt werden.
Der nächste Runde Tisch ist im November 2015. Im Hinblick auf eine Verstetigung der Zusammenarbeit wird er etwa viermal pro Jahr stattfinden. Das Zentrum für Bewegungsförderung Berlin übernimmt eine begleitende Rolle.

Werkstatt "Bewegtes Altern im Quartier" - Marzahn-NordWest bewegt sich

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf (OE QPK) initiierte im Rahmen des Projektes BLiQ - Bewegtes Leben im Quartier die Werkstatt "Bewegtes Altern im Quartier". Die Teilnehmenden tauschten sich zu Qualifizierungsangeboten in Marzahn-NordWest sowie Bewegungsräumen für ältere Menschen im Quartier aus. Unter dem Titel "Marzahn-NordWest bewegt sich" brachten die verschiedenen Akteure aus dem Quartier einen interessanten Prozess ins Laufen.

Die Dokumentation der Werkstatt:

Festgehalten wurde: die Qualifikation des BLiQ-Trainers soll auf die Zielgruppe der Erwachsenen und Älteren ausgeweitet werden. Zugehörig zum BLiQ-Projekt sollen die Trimm-dich-Inseln als generationsübergreifende Orte der Bewegung in den Fokus genommen werden. Es soll gemeinsame Spaziergänge geben, möglichst mit Einbezug sozialer Einrichtungen, um feste Ansprechpartner zu bieten. Es wird auf die Transparenz der Informationen sowie eine persönliche Kommunikation durch Multiplikatoren und Multiplikatorinnen gesetzt.

Gesundheitszieleprozess in Treptow-Köpenick - ein neuer und erfolgreicher Weg

Wie ein ganzer Bezirk in Bewegung kommen kann zeigt ein Beispiel aus Treptow-Köpenick. Aufbauend auf den landesweiten Gesundheitszielen der Landesgesundheitskonferenz wurde auf bezirklicher Ebene ein kommunales Gesundheitsziel ausgerichtet auf Bewegung im Alter formuliert. Entwickelt wurden die Ziele gemeinsam mit Partnern aufbauend auf zwei Werkstatttagen zum Thema „Bewegt! Treptow-Köpenick“ unterstützt durch das Zentrum für Bewegungsförderung Berlin.

Weitere Infomationen bietet der Beitrag "Der Gesundheitszielprozess in Treptow-Köpenick" (PDF) von Sybille Schliemann, Bezirksamt Treptow-Köpenick, in der Broschüre „Gemeinsam mehr bewegen – Gute Argumente und Berliner Beispiele für Bewegungsförderung im Alter“.

Sowie der Link www.berlin.de/ba-treptow-koepenick/ oder der direkte Link zum Bereich Gesundheitsförderung und Qualitätsentwicklung.

 

Format zur Unterstützung: Werkstatt "Bewegtes Alter(n) im Quartier"

Fachkräften und Engagierten, die im Stadtteil oder Bezirk erste Schritte in Richtung eines integriertes Handlungskonzeptes zur Förderung von Bewegung gehen wollen, bietet das Zentrum für Bewegungsförderung mit der Werkstatt eine moderierte Plattform und fachliche Begleitung bei diesem Prozess.

Mehr über die Werkstatt "Bewegtes Alter(n) im Quartier"

 


Sportvereine

Sportvereine bieten älteren Menschen in Berlin vielfältige Bewegungsangebote, aber auch einen Ort für Begegnung und Teilhabe. Seniorensport erreicht bereits viele Ältere und bietet Potenzial, zukünftig noch mehr Menschen für Bewegung zu begeistern.

Zum Weiterlesen...

"Seniorensport in Sportvereinen"  (PDF) von Katja Sotzmann, Landessportbund Berlin e.V., Beitrag in der BroschüreGemeinsam mehr bewegen – Gute Argumente und Berliner Beispiele für Bewegungsförderung im Alter“.

Beispiele aus der Praxis

SPORT PRO GESUNDHEIT - Qualität im präventiven Gesundheitssport

Der Landessportbund Berlin und seine Fachverbände entwickelten gemeinsam mit der Ärztekammer Berlin Kriterien für präventiv ausgerichtete Gesundheitssportgruppen. Durch Übernahme des Deutschen Olympischen Sportbundes und in der Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer entstand das Siegel SPORT PRO GESUNDHEIT. Das Siegel bietet eine Orientierungshilfe bei der Findung passender Angebote und unterstützt Qualitätsentwicklung von Bewegungsangeboten.

Weitere Informationen bietet der Beitrag "SPORT PRO GESUNDHEIT - Qualität im präventiven Gesundheitssport" von Christoph Stegemann, Landessportbund Berlin e.V., in der Broschüre „Gemeinsam mehr bewegen – Gute Argumente und Berliner Beispiele für Bewegungsförderung im Alter“.

Sowie der Link www.lsb-berlin.net 

 

Seniorenstützpunkt Bewegung des TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V.

Der TSV Berlin-Wittenau hat mit dem Seniorenstützpunkt Bewegung ein Konzept entwickelt, um Bewegungs- und Vernetzungsangebote des Vereines für Seniorinnen und Senioren zu verbessern. Wesentliches Element des Konzeptes ist die Vernetzung und Kooperation mit einer Reihe von Partner.

Mehr Informationen bietet der Beitrag  "Seniorenstützpunkt Bewegung" (PDF)von Elke Duda, TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V., in der Broschüre „Gemeinsam mehr bewegen – Gute Argumente und Berliner Beispiele für Bewegungsförderung im Alter“.

Oder unter dem Link www.tsv-berlin-wittenau.de

 

Sport für Älterer aus aller Welt - Projekt "Zugewandert und Geblieben"

Das Projekt „Zugewandert und Geblieben“ gestaltet niedrigschwellige Zugänge für Menschen mit Migrationshintergrund in den Vereinsport. Der Steglitzer Tischtennis Klub bietet Kurse speziell für Zugewanderte über 60 Jahren an.

Samstag, nahe am S- und U-Bahnhof Rathaus Steglitz: In der Sporthalle des Gymnasiums Steglitz ist Tischtennis angesagt. Das Besondere daran: Der Kurs des Steglitzer Tischtennis Klub (STTK) Berlin richtet sich speziell an Zugewanderte über 60 Jahre, die bislang noch gar nicht oder lange nicht mehr sportlich aktiv waren.

Bereits der erste Kurs, den Margrit Howald zusammen mit Ramon Brückner geleitet hat, fand guten Zuspruch. Seit 10. Januar 2015 läuft der dritte Kurs. Die Gruppengröße ist für zertifizierte Angebote auf maximal 15 Teilnehmer begrenzt. Damit ist immer eine sehr persönliche Atmosphäre gewährleistet. Es nehmen nicht nur Migranten über 60 Jahre, sondern auch jüngere Seniorinnen und Senioren teil, auch ohne Migrationshintergrund. Herkunftsländer sind z. B. Persien, Russland, China, Kasachstan, Frankreich, Österreich oder aber auch Deutschland.

Mit dem kostenlosen Angebot soll ein einfacher Zugang zu Bewegung geboten werden: Denn Tischtennis kennt fast jeder und jede, sei es zum Beispiel aus der Schule oder dem Park. Vorkenntnisse sind für die Teilnahme aber nicht erforderlich. Es genügt zudem bequeme Kleidung, es muss nicht unbedingt Sportkleidung sein. Zudem gibt es keine Altersgrenzen nach oben und bei abwechslungsreichen Spielen mit und ohne Tischtennisball steht vor allem der Spaß im Vordergrund.

Das Bewegungsangebot des STTK Berlin ist Teil des Projekts „Zugewandert und Geblieben“ des Deutschen Olympischen Sportbundes, welches durch das Bundesministerium für Gesundheit von 2013 bis 2016 gefördert wird. Das Projekt zielt darauf ab, niedrigschwellige Zugänge für Menschen mit Migrationshintergrund in den Vereinsport zu gestalten. Neben Tischtennis sind dies beispielsweise Bewegungsspiele, Wassergymnastik, Tanzen oder Walking. An dem Projekt bundesweit beteiligt sind fünf Sport-Organisationen. Einer davon ist der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB), der neben dem STTK mit zwei weiteren Vereinen in dem Projekt zusammenarbeitet. In den Vereinen wurden gemeinsam mit lokalen Partnern vor Ort (z.B. Arbeiterwohlfahrt, Vereinen, communities) Sportangebote entwickelt. Eine wissenschaftliche Evaluation wird von der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen Nürnberg durchgeführt.

Der STTK Berlin bietet Tischtennis als Gesundheitssport schon seit einigen Jahren an. Das Kursprogramm wurde mit dem Qualitätssiegel SPORT PRO GESUNDHEIT zertifiziert und vom DOSB und der Bundesärztekammer empfohlen. Spielerisch werden bei dem Ausdauertraining Herz und Kreislauf trainiert. Ergänzt wird dieses durch Koordinationsübungen sowie Kräftigungs- und Entspannungsübungen. Beim gemeinsamen Üben und Rundlauf kamen die Teilnehmenden zudem schnell ins Gespräch und Sprachbarrieren sind schnell vergessen. Dabei wird das Training stets an das persönliche Fitnesslevel und Möglichkeiten angepasst. 

Teilweise spielen die ZuG-Teilnehmenden im Anschluss an den Kurs auch im Vereinstischtennis mit. Nicht zuletzt ist das Projekt für die Sportvereine auch eine Plattform, den Vereinsport für neue Mitglieder zu öffnen und sich in neuen Organisationsformen zu erproben.  

Der Kurs findet jeden Samstag von 12:45 Uhr bis 14.30 Uhr statt. Interessierte können sich an den STTK wenden. Neue Teilmende sind auf im Laufenden Kurs herzlich willkommen. Mehr Informationen unter http://sttkberlin.de/info/gesundheitssport-zug

 


Stadtteileinrichtungen

Seniorinnen und Senioren bilden eine große und wachsende Nutzergruppe in den Nachbarschaftshäusern. Zur Gruppe der einheimischen Seniorinnen und Senioren ist in den letzten Jahren die Gruppe der älteren Menschen mit Migrationshintergrund hinzugekommen, denen Nachbarschaftshäuser vielfältige Angebote in den Bereiche Sport, Bewegung und gesundheitliche Selbsthilfe bieten.

Zum Weiterlesen...

"Gesundheits- und Bewegungsförderung in Stadtteilzentren und Nachbarschaftshäusern" (PDF) von Birgit Monteiro, Verband für sozial-kulturelle Arbeit e.V., Beitrag in der Broschüre „Gemeinsam mehr bewegen – Gute Argumente und Berliner Beispiele für Bewegungsförderung im Alter“.

Beispiele aus der Praxis

Die Berliner Spaziergangsgruppen

Bei den Berliner Spaziergangsgruppen handelt es sich um ehrenamtlich begleitete, regelmäßige Spaziergänge im Stadtteil. Neben Bewegung stehen das gemeinschaftliche Erleben und der Austausch untereinander im Mittelpunkt. Unterstützt durch das Zentrum für Bewegungsförderung Berlin werden die Spaziergangsgruppen durch lokale Einrichtungen im Stadtteil koordiniert.

Mehr über die Berliner Spaziergangsgruppen

Sicher- und Aktivsein im Alter: Wirksame Sturzprävention - Das Angebot der AOK-Nordost

Unter dem Motto „Sicher- und Aktivsein im Alter“ hat die AOK-Nordost ein Konzept zur gezielten Vorbeugung von Stürzen im Alltag entwickelt. Mitarbeiter/innen lokaler Einrichtungen im Stadtteil werden als Gruppenleiter/innen kostenlos geschult und führen im Anschluss eigenständig das Angebot zur Sturzprävention in der Einrichtung durch. Das Angebot ist für die im Stadtteil lebenden älteren Menschen offen und kostenlos.

Weitere Informationen bietet der Beitrag "Sicher- und Aktivsein im Alter: Wirksame Sturzprävention" (PDF) von Bettina Schubert, AOK Nordost – Die Gesundheitskasse, in der Broschüre „Gemeinsam mehr bewegen – Gute Argumente und Berliner Beispiele für Bewegungsförderung im Alter“.

Unter dem folgenden Link ist ein Videobeitrag abrufbar zu Erfahrungen bei der Umsetzung des Angebotes der ambulanten Sturzprävention in der Villa Albrecht.

Informationen, Materialien und weitere Praxisbeispiele zur Sturzprävention

Bewegung in Berliner Volkshochschulen

Volkshochulen bieten älteren Berlinerinnen und Berliner an 12 Standorten wohnortnah vielfältige Angebote zu Bewegung und Gesundheit und spezielle Angebote für die Generation 50 Plus. Angepasste Kurszeiten und nutzerorientierter Öffentlichkeitsarbeit gehören ebenso wie Qualitätsmanagement und Kooperation mit Partnern zur Strategie der Volkshochschulen, um noch mehr Ältere mit Angeboten zu erreichen.

Weitere Informationen bietet der Beitrag "Bewegung in Berliner Volkshochschulen" (PDF) von Ines Kortmann, Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg, in der Broschüre „Gemeinsam mehr bewegen – Gute Argumente und Berliner Beispiele für Bewegungsförderung im Alter.

Sowie der Link www.berlin.de/vhs

Trommeln für das innere und äußere Gleichgewicht

Das Konzept „Drum Circle: Rhythmus – Trommeln – Bewegung“ verknüpft in besonderer Weise Bewegung mit Spaß. Neben Sturzprophylaxe wirkt das gemeinsame Trommeln auf Wohlbefinden und geistige Fähigkeiten aus. Drum Circle können als offenes Angebot in Seniorenfreizeitstätten, Stadtteil- und Selbsthilfezentren, Reha- und Kurzkliniken sowie Tagesstätten und Pflegeheimen angeboten werden. 

Weitere Informationen bietet der Beitrag "Trommeln für das innere und äußere Gleichgewicht" (PDF) von Ricarda Raabe, Eigeninitiative Selbsthilfezentrum Treptow-Köpenick, in der Dokumentation des Fachtags „Den Alltag im Stadtteil bewegen – Potenziale der Bewegungsförderung im Alter“.

Sowie der Link http://www.lust-auf-trommeln.de/ 

 


Stadtteile

Als zentrale Lebenswelt älterer Menschen bieten Stadtteile vielfältige Potenziale, Bewegung im Alter niedrigschwellig zu fördern. Chancen liegen insbesondere in der Gestaltung bewegungsfreundlicher Quartiere, die zu alltäglicher Bewegung einladen. Beispielsweise, indem Bewegungsorte oder -wege zu körperlicher Aktivtät anregen und Begegnungsorte zu Treffen in der Nachbarschaft.

Auch die Gestaltung des öffentlichen Raum trägt wesentlich zur Bewegungsfreundlichkeit eines Quartieres bei. Beispielsweise spielt insbesondere im Alter für alltägliche Bewegung eine Rolle, ob unterwegs Zugang zu Toiletten möglich ist oder Bänke Verschnaufmöglichkeiten bieten. Ebenso sind barrierefreie und sichere Wege von hoher Bedeutung.

Beispiele aus der Praxis

Partizipative Quartiersgestaltung - Stadtteilbegehungen und Kiezspaziergänge

Der Stadtteil und das Wohnumfeld sind zentrale Lebenswelt älterer Menschen, hier findet alltägliche Bewegung statt. Ein Beispiel, wie ältere Bewohner/innen in die Gestaltung ihres Quartiers einbezogen und die Identifizierung mit dem Stadtteil erhöht werden kann, sind Stadtteilbegehungen und Kiezspaziergänge.

Mehr über eine partizpative Quartiersgestaltung, Stadtteilbegehungen und Kiezspaziergänge

Bewegungsparcours und Aktivplätze in Berlin

Bewegungsparcours und Aktivplätze in Berlin bieten älteren Menschen Bewegungsorte im Wohnumfeld, die kostenlos zugänglich und sowohl alleine als auch in Gruppen nutzbar sind. Speziell an körperliche Möglichkeiten Älterer angepasst trainieren die Geräte Fitness, Koordination und Gleichgewicht. Anleitung in Gruppen bieten Sportvereine und der Landessportbund.

Weiteren Einblick bietet der Beitrag "Seniorenaktivplätze" von Katja Sotzmann, Landessportbund Berlin (Link zum Beitrag, PDF 1,36KB).

Quelle: Dokumentation des Fachtags "Den Alltag im Stadtteil bewegen" (2012, Hrsg. Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.)

 

Schöneberg bewegt sich - Nachbarschaftssport für Ältere

Unter dem Motto „Schöneberg bewegt sich!“ wird im Quartiersmanagementgebiet Schöneberger Norden unter anderem das Projekt „Nachbarschaftssport für Ältere“ durchgeführt. Neben der Motivation Älterer zu Bewegung stehen ebenso lokale und überregionale Vernetzung in den Bereichen Sport und Bewegung im Vordergrund. Wesentliche Aspekte sind sensible Zugangswege zu Bewegungsfernen und Einbindung von Multiplikatoren und Beteiligung von Zielgruppen.

Weitere Informationen bietet der Beitrag "Schöneberg bewegt sich" von Michael Häfelinger und Verena Kupilas, Berliner Institut für Public Health, in der Dokumentation des Fachtags „Den Alltag im Stadtteil bewegen – Potenziale der Bewegungsförderung im Alter“.

Sowie der Link http://www.biph.de/

Geh-sundheitspfade

Neben Barfußpfaden, Kneipp-Anlagen gibt es in Deutschland an einige Orten Gesundheitspfade. Gesundheitspfade sensibilisieren für die gesundheitsförderliche Wirkung des Gehens und zeigen positive Effekte auf. Geplant ist ein Geh-sundheitspfad in Berlin als Modellvorhaben im Rahmen der Fußverkehrsstrategien für Berlin in Kooperation mit verschiedenen Partnern.

Weitere Informationen bietet der Beitrag "Geh-sundheitspfad-Berlin" (PDF) von Bernd Herzog-Schlagk, Fuss e.V., in der Broschüre „Gemeinsam mehr bewegen – Gute Argumente und Berliner Beispiele für Bewegungsförderung im Alter“.

Sowie folgende Links: www.fuss-ev.de oder www.senioren-sicher-mobil.de

 

 


Dabei sein trotz Einschränkungen

Auch bei Einschränkungen oder altersassoziierten Veränderungen ist regelmäßige Bewegung in vielen Fällen empfehlenswert. Nicht zuletzt kann durch gemeinsames Bewegen auch Teilhabe am sozialen Leben ermöglicht werden und Austausch und gegenseitiges Informieren fördern.

Beispiele aus der Praxis

"Man müsste noch mal 20 sein" - Tanzcafé für Demenzkranke und ihre Angehörigen

Die Tanzcafés werden in Kooperation der Alzheimer-Gesellschaft Berlin e.V. mit lokalen Einrichtungen im Stadtteil durchgeführt. Kooperationspartnern können Mehrgenerationenhäuser, Seniorenfreizeitstätten, Tanzschulen oder Tagestätten sein. Teilnehmen am Tanzcafé können neben Demenzkranken und ihre Angehörigen ebenso Menschen mit Demenz aus stationären und teilstationären Angeboten sowie Ältere aus der Nachbarschaft. Das gemeinsame Erleben, Freude an Bewegung und Gespräche in entspannter Atmosphäre stehen im Vordergrund.

Weitere Informationen bietet der Beitrag "Man müsste noch mal 20 sein" - Tanzcafé für Demenzkranke und ihre Angehörigen" (PDF) von Christa Matter, Alzheimer-Gesellschaft Berlin e.V., in der Broschüre „Gemeinsam mehr bewegen – Gute Argumente und Berliner Beispiele für Bewegungsförderung im Alter“.

Sowie der Link www.alzheimer-berlin.de

Unter dem Link lässt sich das Video "Balsam für die Seele" abrufen

Literaturempfehlung: Mit Musik Demenzkranke begleiten: Band 3. Praxisreihe der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V., 4. Auflage 2012, 64 Seiten, 4 Euro.

Aktiv gegen Rheumaschmerz: Bewegen ohne Belasten

Mit zahlreichen Bewegungsangeboten richtet sich die Deutsche Rheuma-Liga Berlin e.V. an Rheumatiker/innen. Neben den Effekten für die Gesundheit durch Bewegung bietet das gemeinsame Training in der Gruppe das Knüpfen von Kontakten mit Gleichgesinnten und der Austausch über den Alltag mit Rheuma einen wichtigen Schritt zur Selbsthilfe.

Weitere Informationen bietet der Beitrag "Aktiv gegen Rheumaschmerz: Bewegen ohne Belasten" (PDF) von Gerd Rosinsky, Deutsche Rheuma Liga Berlin e.V., in der Broschüre „Gemeinsam mehr bewegen – Gute Argumente und Berliner Beispiele für Bewegungsförderung im Alter“.

Sowie der Link www.rheuma-liga-berlin.de

Spaziergangsgruppen für Menschen mit und ohne Demenz

Menschen mit und ohne Demenz sowie interessierte Angehörige, Freunde und Bekannte treffen sich regelmäßig zu einer Runde durch Lichtenberg. Eine Begleitung erfolgt stets durch ehrenamtliche und professionell geschulte Betreuerinnen und Begleitern. Das gemeinsames Spazierengehen bietet die Gelegenheit, locker ins Gespräch zu kommen und mit Menschen in ähnlichen Lebenssituationen Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Im Anschluss an die Spaziergänge bietet ein gemeinsamer Cafébesuch die Möglichkeit, sich über das Erlebte auszutauschen.

Die Spaziergangsgruppen sind ein Angebot der Demenzfreundlichen Kommune Lichtenberg e.V. Mehr Informationen unter dfk-lichtenberg.de.  

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Ansprechpartner

Stefan Weigand

Tel.: 030 - 44 31 90 66

E-Mail: weigand(at)gesundheitbb.de

Anregungen

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