Gesundheitsziele



Gesundheitsziele in Berlin

Die Erfahrungen mit Gesundheitszielen in Berlin reichen weit zurück. Bereits im Jahre 1996 wurde damit begonnen Gesundheitsziele zu formulieren. Zu dieser Zeit fehlte es in einem System der geteilten Verantwortungen und Zuständigkeiten an einer Struktur, die sich die Ziele und ihre Umsetzung zu Eigen macht. Mit der Verabschiedung des Gesundheitsdienstreformgesetzes im Mai 2006 wurde auf Landesebene die Landesgesundheitskonferenz gesetzlich verankert. Auch auf Ebene der Bezirke wurde festgelegt, über Gesundheitskonferenzen bezirkliche Gesundheitsziele zu erarbeiten. Seitdem hat die Landesgesundheitskonferenz zwei Gesundheitsziele verabschiedet:

2007: Gesundheitschancen für Kinder und Jugendliche erhöhen - Benachteiligungen abbauen

2011: Selbständigkeit und Lebensqualität im Alter erhalten

Die Gesundheitsziele und Beschlüsse finden sie hier.


Warum Gesundheitsziele?

Gesundheitsziele sind ein Instrument, um Gesundheitspolitik zu gestalten. Wesentliche Akteure des Gesundheitswesens entwickeln dazu auf freiwilliger Basis gemeinsame Oberziele, Ziele und Teilziele oder auch konkrete Maßnahmen für spezifische Handlungsfelder oder Problemlagen. Sie verpflichten sich, diese in eigener Verantwortung umzusetzen. Gesundheitszielprozesse verbessern die Kooperation zwischen den politischen Ebenen und beziehen die relevanten Partner ein. Sie ermöglichen es, neben den beteiligten Fachressorts und Akteuren des Gesundheitswesens auch Bürgerinnen und Bürger sowie Betroffene und weitere Partner/innen außerhalb des Gesundheitssystems einzubeziehen, wenn es um Zielentwicklung und Umsetzung geht.

Gesundheitsziele können im Wesentlichen in vier verschiedene Bereiche eingeteilt werden, die miteinander kombinierbar sind:

  • Gesundheitsziele mit Krankheitsbezug
  • Gesundheitsziele zur Gesundheitsförderung und Prävention
  • Gesundheitsziele für bestimmte Bevölkerungs- und Altersgruppen
  • Gesundheitsziele mit Bürger- und Patientenorientierung


Was macht Zielprozesse erfolgreich?

Die Erwartungen an Zielprozesse sind hoch und ihr Erfolg ist an viele Bedingungen geknüpft. Gesundheitszielprozesse sind in der Regel dann gewinnbringend, wenn ein starkes politisches Mandat, die Partizipation der relevanten Akteure, klare Verantwortlichkeiten und die breite Akzeptanz der Ziele gewährleistet werden können. Die Zusammenarbeit sollte geprägt sein von einem respektvollen Umgang untereinander und einem hohen fachlichen Interesse. Es bedarf der Bereitschaft, einen Prozess gemeinsamen Lernens mit zu tragen, um die Qualität präventiver Maßnahmen und die gesundheitliche Versorgung der Berliner Bevölkerung zu verbessern.


Daten für Taten

In jeder Phase brauchen Zielprozesse Daten, um die Entwicklung der Bevölkerungsgesundheit zu beobachten und relevante gesundheitliche Problemlagen zu erkennen. Andersherum können die Ziele auch für die künftige Gesundheitsberichterstattung Hinweise auf notwendige Daten geben. Daten sind auch zur Überprüfung der Zielerreichung wichtig. Das Land Berlin verfügt über eine sehr gute und umfassende Gesundheitsberichterstattung.

Die Publikationen der Gesundheitsberichterstattung und des Sozialstatistisches Berichtswesen finden Sie hier.

 

 

 

 

 

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