Literaturhinweise und Mehr - woran kann ich mich orientieren?

Aktivität und soziale Teilhabe als Momente einer sinnerfüllten Lebensgestaltung sind neben den medizinischen Aspekten wichtige Voraussetzungen für Gesundheit und Wohlbefinden im Alter. Auf dieser Seite finden Sie Hinweise auf Beiträge, Materialien, Arbeitshilfen und Orientierungshilfen zu folgenden Bereichen aus dem Themenkreis Teilhabe:

Teilhabe älterer Menschen als Gesundheitsziel

  • Nationales Gesundheitsziel „Gesund älter werden"

Ziel 1 des Nationalen Gesundheitsziels „Gesund älter werden“ lautet „Die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen ist gestärkt. Mangelnde Teilhabe werden erkannt und gemindert.“ Es werden die Bedeutung von Teilhabe für die Gesundheit erläutert sowie eine Umsetzungsstrategie für Teilhabe bei Älteren skizziert. Zudem wird die Rolle der Kommunen benannt.  Das Faktenblatt zum Ziel 1 ist hier einzusehen (pdf).
Das gesamte Nationale Gesundheitsziel „Gesund älter werden“ finden sie unter folgendem Link.

  • Gesund älter werden. Initiativen und Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität und der Gesundheit älterer Menschen

Ein Beitrag zu Praxisbeispielen zur Förderung der Teilhabe bei isoliert lebenden älteren Menschen ist in der Broschüre der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) der Publikation Nr. 36 zu finden (S. 8-12). Die Broschüre kann hier (pdf) heruntergeladen werden.

  • „Alter und soziale Ungleichheit – eine Herausforderung für Kommunen“

Der Beitrag von Rudolf Herweck und Dr. Angela Fehr zeigt  teilhabe-bezogene Möglichkeiten für die Kommunen zur erfolgreichen Umsetzung des nationalen Gesundheitsziels „Gesund älter werden“ auf. (direkter Link zum Beitrag)

  • "Präventionsziele für die zweite Lebenshälfte: Empfehlungen der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V.“

In der Situationsanalyse „Präventionsziele für die zweite Lebenshälfte: Empfehlungen der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V.“ (von 2008) sollen nachvollziehbare Definitionen der Präventionsziele gegeben werden. Der Zielbereich 5 beschäftigt sich gezielt mit der Förderung der Gesundheit durch soziale Integration und Teilhabe. Freiwilligenarbeit, Partizipation und politische Mitbestimmung sind zentrale Themen des Teilkapitels. Es werden Ziele und Teilziele sowie Strategien und Maßnahmen benannt. Das gesamte Papier ist hier (pdf) einsehbar.

Theoretische und empirische Überlegungen zur Teilhabe älterer Menschen

  • „Der Ältesten Rat. Generali Hochaltrigenstudie: Teilhabe im hohen Alter“

Im Frühjahr 2014 wurde die Generali Hochaltrigenstudie veröffentlicht, die u.a. zum Ergebnis hatte, dass die Mitverantwortung auch im hohen Alter nicht endet. Bei vielen über 85-Jährigen ist die Bereitschaft, aktiv die Gesellschaft mitzugestalten, stark ausgeprägt. Nicht zuletzt werden Teilhabemöglichkeiten, aber auch Grenzen der Teilhabe im hohen Alter dargestellt.
Die gesamte Studie mit detaillierten Ergebnissen der rund 400 Befragten zwischen 85 und 99 Jahren sowie außerdem Mitarbeitenden in Kommunen, Kirchen, Vereinen, Organisationen und Verbänden steht hier als Download (siehe dort rechte Spalte) zur Verfügung.

  • "Beziehungsbrücken zwischen Lebenswelten und Systemwelt im urbanen Sozialraum"

Der Beitrag von Prof. Herbert Schubert und Dr. Katja Veil beschäftigt sich aus theoretischer Sicht mit dem Sozialraum für ältere Menschen und insbesondere dem Forschungsvorhaben „Öffnung des Quartiers für das Alter“. Der Artikel ist im Online-Journal sozialraum.de erschienen und hier zu finden.

  • "Ungleichheit und Diversität im Zusammenhang mit Teilhabechancen und Sorgebedarfen in der alternden Gesellschaft"

Im Beitrag von Prof. Dr. Susanne Kümpers geht es um unterschiedliche Lebenslagen im Alter, die Teilhabe ermöglichen sowie um die Frage nach Faktoren, die Teilhabe erschweren. Dabei geht sie auf die Bedeutung des sozioökonomischen Status sowie auf Einbußen durch Pflegebedürftigkeit und andere Einschränkungen ein.
Frau Kümpers Beitrag ist in der Dokumentation der gemeinsamen Fachtagung der Siebten Altenberichtskommission und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) zum Siebten Altenbericht "Sorge und Mitverantwortung in der Kommune" vom 8. Juli 2014 (S.5-6) zu finden. Die Dokumentation steht hier (pdf) zur Verfügung.

Gesellschaftliche und sozialräumliche Aspekte der Teilhabe älterer Menschen

  • „Teilhabe älterer Menschen stärken – ein Auftrag für die Soziale Arbeit in einem inklusiven Sozialraum“

In der Präsentation von Barbara Kahler vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. wird die Frage nach der Definition von Inklusion und einem inklusiven Sozialraum gestellt. Kahler benennt außerdem Handlungsstrategien und zeigt Themen der demographischen Entwicklung für die nächsten 20 Jahre auf. Außerdem geht sie auf die selbstständige Lebensführung bzgl. Wohnen im Alter ein.
Der Vortrag wurde auf dem DVSG - Bundeskongress in Münster am 11.10.2013 gehalten und kann hier (pdf) heruntergeladen werden.

  • „Teilhabe benachteiligter Älterer im Quartier - ein Beitrag zur Gesundheitsförderung!“

Im Vortrag von Prof. Dr. Susanne Kümpers wird auf den ungleichen Zugang von Teilhabe und Ehrenamt eingegangen. Hier wird die Bedeutung schlechter sozialer Chancen auf die Gesundheitschancen im Alter beleuchtet. Des Weiteren behandelt der Vortrag die Bedeutung und Chancen eines Stadtteils und darunter die Fragen, was Stadtteilprojekte leisten können und was sie speziell für die Erreichung (benachteiligter) Älterer leisten müssen. Der Vortrag wurde auf der Fachtagung "Gesund älter werden: Ressourcen stärken ‐ Potentiale nutzen“ am 04.07.2013 gehalten und kann hier (pdf) heruntergeladen werden.

  • „Soziale Teilhabe braucht Stadtteilzentren“

Dr. Gabriele Schlimper und Renate Hilla zur Horst berichten über die Herausforderungen, denen die Stadtteilzentren in Marzahn-Hellersdorf gegenüber stehen, vor allem hinsichtlich der Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner.
Den gesamten Bericht können Sie unter folgendem Link lesen.

  • „Strukturreform Pflege und Teilhabe – Konzept für eine Pflegereform“

Im Positionspapier von Rolf Hoberg, Thomas Klie und Gerd Künzel vom August 2013 werden Vereinfachungen im Pflegesystem diskutiert. Es soll u.a. das Recht auf die freie Wahl des Wohnorts und Pflegearrangement von Pflegebedürftigen gewährleisten sowie ihre Teilhabemöglichkeiten begünstigen. Zudem sollen durch einen stärkeren Sozialraumbezug auch auf kommunaler Ebene die Teilhabechancen verbessert werden.
Weitere Informationen aus diesem Papier finden sie hier.

  • „Soziale Einbeziehung und Würde im Alter: Der Einsatz von Referenzbudgets zur Stärkung sozialer Teilhabe“

In einem zweijährigen europäischen Bildungsprojekt mit Partnern aus verschiedenen Ländern wurde auf das Ziel hingearbeitet, Altersarmut vorzubeugen und soziale Teilhabe im Alter zu fördern. Dabei wurde der Blick auf innovative Entwicklungen, Initiativen und Methoden zur Verbesserung der Alltags- und Budgetkompetenzen älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen geschärft.
Unter dem folgenden Link gelangen sie auf die entsprechende Seite, wo der veröffentlichte Abschlussbericht des Projektes „Social Inclusion and Dignity in Old Age“ zum Herunterladen zur Verfügung steht.

Aktive Teilhabe älterer Menschen am Arbeitsleben

  • „Aktive Teilhabe am Arbeitsleben – Altersgrenzen bei unterschiedlichen Berufen und Tätigkeiten sowie in der Weiterbildung“

Im Vortrag von Dr. Bernd Schulte geht es um die Flexibilisierung von Altersgrenzen, um institutionelle Barrieren und gesellschaftliche Ausgrenzungen zu beseitigen. Dabei geht er auf die Charta der Grundrechte der EU ein, in der das Recht älterer Menschen auf Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben verankert ist. Außerdem auf die Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik, die u. a. auf Teilhabe und Kultur in der Stadt sowie auf eine Verbesserung gesellschaftlicher Teilhabechancen in Berlin zielen.
Der Vortrag kann hier (pdf) eingesehen werden.

  • „Altersgrenzen des Erwerbslebens im Kontext steigender Lebenserwartungen“

Prof. Dr. Harald Künemund stellt in seinem Vortrag starre und flexible Altersgrenzen gegenüber. Er stellt die Frage, welche Altersgrenzen gebraucht werden und wie die gewonnenen Jahre einer immer älter werdenden Bevölkerung genutzt werden können.
Der Vortrag ist hier (pdf) einzusehen.

  • „Arbeit und Alter“

Der Vortrag von Hans Martin Hasselhorn und Hermann Burr beleuchtet die Frage nach Arbeit und Gesundheit. Es wird auf die Gesundheit in der Erwerbsbevölkerung in Abhängigkeit von Alter und Beruf in Deutschland eingegangen. Außerdem wird die Kohortenstudie „lidA“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Modell der Erwerbsteilhabe im höheren Erwerbsalter. Des Weiteren werden Implikationen für die Politik, für Unternehmen und die Wissenschaft gegeben. Den kompletten Vortrag finden Sie hier (pdf).

Tipps zum Weiterlesen

Unter dem folgenden Link gelangen sie zur Literaturliste auf der Homepage des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit. Hier werden Tipps zum Weiterlesen bzgl. des Themas Prävention und Gesundheitsförderung im Alter gegeben.

Ansprechpartner

Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung im Land Berlin

Stefan Weigand

Friedrichstraße 231
10969 Berlin

Tel.: 030 - 44 31 90 66

E-Mail: weigand(at)gesundheitbb.de