Fachdialog

"Brücken bauen - Zugänge zu Älteren gestalten und soziale Teilhabe fördern"

am 19. September 2014 im Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin, Landesverband Berlin e.V.

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Weil sie sich beide nicht mehr so sicher auf den Beinen fühlen, weil Unbekanntes auszuprobieren für ihn immer etwas Mut erfordert, weil sie nicht sicher ist, ob sie sich die Teilnahme leisten kann. Es gibt viele Gründe, warum es für ältere Männer und Frauen unterschiedlicher Herkunft manchmal nicht leicht ist, am Leben in der Nachbarschaft teilzuhaben, den Weg in eine Stadtteileinrichtung zu finden oder das passende Angebot zu entdecken.

Wie, mit wem und an welchen Stellen können Brücken gebaut werden, um Zugänge zu vereinfachen und Angebotsstrukturen einfallsreich zu ergänzen? Diese Frage griff der Fachdialog auf und bot eine Plattform, miteinander ins Gespräch zu kommen. 

Der Einladung folgten Interessierte aus Praxis, Wissenschaft und Verwaltung der Bereiche Gesundheitsförderung, Altenhilfe, Stadtteilarbeit, Quartiersmanagement, Wohlfahrt und Krankenversicherungswesen.

 

Start in das Thema und Kennenlernen

Die Teilnehmenden haben sich in Kleingruppen zu zwei einleitenden Fragen ausgetauscht.

Mich interessieren besonders „Brücken“ zwischen...

Der Fachdialog zeigte, dass "Brücken" in viele Richtungen gebaut werden können bzw. sollten.

Zusammenfassend nannten die Teilnehmenden zum einen Brücken zwischen Älteren untereinander, zwischen Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte, Menschen mit und ohne Demenz oder zwischen Menschen, die schon lange im Stadtteil leben und neu Hinzugezogenen.

Zum anderen wurden Brücken zwischen Alt und Jung benannt, zwischen Generationen, beispielsweise in Form von praktischem Erfahrungsaustausch.

Ebenfalls sind aus Sicht der Teilnehmenden Brücken zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren wichtig, z. B. Gewerbetreibenden oder Personen aus dem Gesundheitswesen (z. B. in Arztpraxen).

Auch Brücken zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen sind aus Teilnehmendensicht bedeutsam. 

Des Weiteren wurden Brücken zwischen Fachkräften untereinander und zwischen Ressorts benannt, z. B. Transparenz über Netzwerke und Anlaufstellen im Stadtteil und ganz Berlin. Auch auch zwischen verschiedenen Ressorts wie z. B. der Stadtteilarbeit, Pflege und Altenarbeit. 

Zudem wurden Brücken zwischen Netzwerken bzw. Fachkräften und Förderungsmöglichkeiten benannt, d. h. Wissen darüber herzustellen, wo Anträge eingereicht werden können.

Zum Fachdialog bringe ich folgende Anliegen und offene Fragen mit…

Auf diese Frage wurde zum einen Bedarf an Austausch und Informationen formuliert, beispielsweise welche Zugangswege methodisch angewendet werden können, aber auch welchen Beispielen Orientierung und Transfer stattfinden kann.

Zum anderen wurden als wichtig formuliert, die Zielgruppe der "älteren Menschen" zu charakterisieren, d.h. Interesse und Wünschen dieser zu kennen und vor allem auch ältere Migrantinnen und Migranten einzubinden.

Ebenso von Interesse ist die Frage, wie mit Multiplikatoren und Multiplikatorinnen zusammengearbeitet werden kann, beispielsweise wie altägliche Anlaufstellen für Ältere (Arztpraxen, Apotheken etc.) eingebunden und als Kooperationspartnerinnen und -partner gewonnen werden können. Auch hier sind Beispiele guter Praxis gefragt, an denen Orientierung stattfinden kann.

Darüber hinaus wurde die Frage gestellt, wie Zugänge zu und die Erreichbarkeit von Älteren gelingen können? Beispielsweise zu isoliert lebenden oder kontaktarmen Älteren oder Menschen in komplexen Problemlagen.Was hindert ältere Menschen am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben? Wie kommen die Menschen zu den Angeboten?

Zudem wurde Fragen mitgebracht, wie Vernetzung und Partizipation gelingen kann, beispielsweise Beteiligung Älterer an der Quartiersentwicklung und Gestaltung von Angeboten, aber auch wie Ressourcen von Akteuren gebündelt werden können.

 

Einen Einblick in die vielfältigen Antworten, Fragen, Ideen und Anliegen der Teilnehmenden zu den Leitfragen bietet folgender Download

 

Fachliche Impulse

Impuls I: Dr. Frank Berner, Deutsches Zentrum für Altersfragen

Sorge und Mitverantwortung in der Kommune - aktueller Stand der Arbeit am Siebten Altenbericht

Dr. Frank Berner ist Leiter der Geschäftsstelle für die Altenberichte und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Zentrums für Altersfragen. Seine Forschungssschwerpunkte sind Themen der Alterssicherung, Altersbilder, Sozialpolitik, Wohlfahrtmix und lokaler Wohlfahrtsstaat. 


Dr. Frank Berner informierte in seinem Vortrag über Hintergrund und Wirkung der Altenberichte der Bundesregierung. In jeder Legislaturperiode beruft die Bundesregierung eine Sachverständigenkommission ein. Die Geschäftsstelle der Kommission ist am Deutschen Zentrum für Altersfragen angesiedelt. Ebenfalls wurden von Dr. Berner die bisherigen Altenberichte benannt. 

Mittelpunkt des Vortrags war der aktuelle Stand der Arbeit am Siebten Altenbericht. Dieser trägt den Titel "Sorge und Mitverantwortung in der Kommune - Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften". Er soll herausarbeiten, an welchen lokalen Vorraussetzungen die gesellschaftliche Teilhabe gebunden ist und vor welchen Aufgaben Kommunen bei der Gestaltung von Sorge- und Partizipationsstrukturen stehen. 

Dr. Frank Berner informierte über die Ausgangslage für den Altenbericht: Einer steigenden Zahl älterer Menschen sowie auf Pflege und Unterstützung Angewiesener stehen schrumpfende familiäre Unterstützungs- und Pflegepotenziale gegenüber. Ebenfalls wurden die dem Altenbericht zugrunde liegenden Gedanken aufgegriffen. Grundthema des Berichtes sind dabei ältere Menschen als Sorgende und Umsorgte. Der Altenbericht greift dabei laut Dr. Berner regionale Unterschiede, Ungleichheit und Diversität, Care und Pflege, Gesundheit, Gestaltung des Wohnens und Wohnumfeldes sowie lokale Politik als Themen auf, die er in seinem Vortrag ausführte. 

Downloads

Präsentationsfolien von Dr. Frank Berner

Links:

Informationen zum Siebten Altenbericht und Kontaktdaten finden Sie unter folgendem Link: www.siebter-altenbericht.de

Informationen zur der Geschäftsstelle für die Altenberichtet bietet die Seiten des Deutschen Zentrums für Alterfragen unter folgendem Link: www.dza.de/politikberatung/geschaeftsstelle-altenbericht.html

Eine Broschüre zu den Themen und Zielen des Siebten Altenberichts bietet folgender Link

Impuls II: Elisabeth Heite, Generationennetz Gelsenkirchen e.V.

Entspannt älter werden in Gelsenkirchen - Erfahrungen vor Ort

Elisabeth Heite ist stellvertretende Geschäftsführerin des Generationennetz Gelsenkirchen e.V. Zudem ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Dortmund im Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften. Ihre Schwerpunktthemen sind Partizipation, bürgerschaftliches Engagement im Alter, soziale Ungleichheit und Gesundheitsförderung im Alter, Empowerment, Lernprozesse und Weiterbildung im Zusammenhang mit bürgerlichem Engagement.


Elisabeth Heite berichtete in Ihrem Impuls von ihren Erfahrungen im Generationennetz Gelsenkirchen e.V. Der Verein zielt darauf ab, Lebensqualität älterer und alter Menschen zu fördern. Sie sollen darin unterstützt werden so lange wie möglich selbstständig und selbstbestimmt zu leben. Gegründet wurde der Verein von der Stadt Gelsenkirchen im Jahr 2009, zunächst unter dem Namen Seniorennetz, 2014 wurde daraus das "Generationennetz Gelsenkirchen e.V.". Das Generationennetz ist ein Zusammenschluss zahlreicher privater, gemeinnütziger und städtischer Einrichtungen. 

Elisabeth Heite griff in ihrem Vortrag Herausforderungen aus, die sich einer Gesellschaft des langen Lebens ergeben. Dabei benannte sie unter anderem Übergänge, beispielsweise der Wechsel vom Erwerbsleben bzw. Familienleben in die Nacherwerbsphase oder von einem selbstorganisierten Leben in ein Leben mit Unterstützungsbedarf oder Hilfebedürftigkeit. Gesundheit ist dabei eng verknüpft mit Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit, Gesundheitsförderung mit Ermächtigung. Mit zunehmenden Alter steigt auch die Bedeutung der nahen Umgebung und das Quartier rückt in den Fokus.

Auf diese Herausforderungen reagiert das Generationennetz mit unterschiedlichen Ermöglichungsstrukturen. Ermöglichen beinhaltet dabei Partizipation, Engagementförderung, Schulung und Empowerment, die verlässliche Strukturen in Form von Anprechpersonen, Räume und Kooperationen ergänzen. 

Hauptamtliche Unterstützungsstrukturen bestehen aus:

  • 4 Infocentern: Hier knüpfen Mitarbeitende Netzwerke aus aktiven Bürgerinnen und Bügern mit Einrichtungen, Unternehmen und Stadtverwaltung und fördern Aktivitäten. Beraten wird zudem in Fragen rund ums Älterwerden. 
  • 35 Infocenter-Außenstellen: Verteilt über die Stadt beraten Fachkräfte trägerübergreifend und kostenlos in Häusern der verschiedenen Trägern des Generationennetzes.

Bürgerschaftliche Engagment erhält einen Rahmen durch folgende Ermöglichungsstrukturen:

  • ZWAR-Konzept (Zwischen Arbeit und Ruhestand): In Gelsenkirchen bestehen 17 Gruppen aus Menschen über 50 Jahre, die auf alle Stadtteile verteilt sind. Gemeinsam tun sie selbstbestimmt und selbstorganisiert das, was sie schon immer einmal machen wollten. Die Liste ist lang: Von Ausflügen und Wanderungen, Besuchsdiensten, Kampagnen bis hin zu Seniorenzeitung, Spieltreff und vielem mehr. Es gibt auch türkisch- und russischsprachige Gruppen. Mehr Information unter dem Link: www.zwar-gelsenkirchen.de
  • Seniorenvertreter/innen und Nachbarschaftsstifter/innen (SeNa): Mittlerweile sind über 100 Personen in 37 von 40 Stadtteilen dabei. Das WAS und WIE ihres Engagements bestimmen sie selbst. Sie sind Ansprechperson im Viertel, Lots/innen und Interessentsvertreter/innen. Mehr Informationen unter dem Link: www.nachbarschaftsstifter.de
  • GEh' doch mit: Spaziergangsgruppen: Diese haben soziale Brückenfunktion, denn durch die gemeinsamen Spaziergänge entstehen oft tragfähige Kontakte, die weitere Aktivitäten mit sich ziehen. Bei den Spaziergängen können zudem Bedarfe identifziert und Umsetzungsmöglichkeiten mit vorhandenen Initiativen erschlossen werden. So wird auch benachteiligten Bevölkerunsgruppen ein Zugang zu Partizipation möglich. 

Eine weitere Partizipationsstruktur sind zudem seit 2009 die jährlich stattfindenden Konferenzen "Älter werden in GE". Im Rahmen eines Forschungsprojektes in Kooperation mit der Fachhochschule Dortmund wurde unter dem Titel "Lebensqualität Älterer im Wohnquartier" ein Partizipationsprozess angestoßen. Mehr Informationen dazu bietet der Leitfaden "Schritt für Schritt zu mehr Partizipation im Alter" (Seite 4 ff).

Das Generationnetz Gelsenkirchen legt in den kommenden Jahren seinen Arbeitsschwerpunkt auf die Quartiersentwicklung. Denn zugängliche Strukturen für Engagement und Partizipation zu schaffen, um gerade Ärmere und Bildungsbenachteiligte zu erreichen ist ein langfristiger angelegter komplexer Prozess mit hohem professionellen Ressourceneinsatz. Er gelingt nur vernetzt (Kooperationen im Generationnetz und weitere) und gesteuert durch die Kommune gelingen kann.

Mit dem Projekt QuartiersNetz sollen engagierte ältere Bürgerinnen und Bürger mit Partnern aus Forschung und Dienstleistung zusammengebracht werden und als (Ko-) Produzenten aktiv am Aufbau von Quartiersnetzen mitwirken. Die Projektidee wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung beim Wettbewerb „Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen“ ausgewählt. Das Projekt wird von der Stadt Gelsenkirchen gemeinsam mit der FH Dortmund, dem Institut für Gerontologie der Universität Vechta, dem Caritasverband Gelsenkirchen, dem Forschungsinstitut Geragogik e.V. in Witten, dem Seniorennetz Gelsenkirchen e.V. sowie fünf IT-Unternehmenspartnern durchgeführt. Mehr Informationen zu dem Projekt gibt es unter dem folgenden Link:  www.quartiersnetz.de

Mit ihren Aktivtäten nimmt die Stadt Gelsenkirchen, die bereits im Jahre 2005 einen Seniorenmasterplan verabschiedet hat, eine Vorreiterrolle in der Seniorenpolitik ein. 

Links

Mehr Informationen über das Generationennetz und Kontaktdaten bietet folgende Links: www.seniorennetz-ge.de und www.gelsenkirchen.de

Der Flyer "Entspannt älter werden in Gelsenkirchen 2014" bündelt die Aktivitäten des Generationennetzes und kann abgerufen werden unter folgendem Link

 

World-Café

Bei der Methode des World Cafés geht es darum im kleinen Kreis Ideen, Wissen und Fragen zu einem bestimmten Themenbereich auszutauschen. Das World Café bestand aus drei Thementischen. Pro Thementisch wurde zunächste ein Beispiel aus der Praxis vorgestellt. Anschließend wurde anhand von Leitfragen in den Kleingruppen diskutiert.

Thementisch 1

Alltagsroutinen nutzen - Wie können Multiplikatorinnen und Multiplikatoren eingebunden werden?

Um Brücken zu bauen und Älteren die Teilhabe an sozialen Aktivitäten im Quartier zu erleichtern, hat es sich bewährt, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren einzubinden. An Thementisch 1 wurde diskutiert, welche Personen potenzielle Multiplikatorin oder Multiplikator sein kann und was berücksichtigt werden sollte, damit die Zusammenarbeit langfristig gelingt.

Dokumentation der Diskussionen an Thementisch 1

Als Impuls wurde an Thementisch 1 von Juliette Kahlert (Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V.) das Netzwerk "Für mehr Teilhabe Älterer in Kreuzberg"  vorgestellt. Mehr Informationen dazu gibt es unter diesem Pfad

Thementisch 2

Öffnung ins Quartier - kann "Street Work" auch in der Altenhilfe gelingen?

In der Frage um Zugänge zu Älteren rücken sogenannte Geh-Strukturen in den Fokus, d.h. Strategien und Methoden, die Zielgruppen dort aufsuchen und abholen, wo sie sich in ihrem Alltag aufhalten. Da dies im Alter oft der Stadtteil ist, wird in diesem Kontext auch der Begriff „Street Work“aufgegriffen. Ein Begriff, der vorwiegend mit der Straßensozialarbeit assoziiert ist. Auch wenn der Begriff vielleicht nicht passend oder adäquat ist - kann die Auseinandersetzung damit auch in der Altenhilfe zu neuen Ideen und Impulsen anregen? Wie können sich Einrichtungen in das Quartier öffnen? An Thementisch 2 tauschten sich die Teilnehmenden zu diesem Thema aus.

Dokumentation der Diskussionen an Thementisch 2

Als Impuls wurde an Thementisch 2 von Elke Fenster (Moabiter Ratschlag) der Runde Tisch "SeniorInnenarbeit in Moabit" vorgestellt. Mehr Informationen dazu bietet folgender Pfad.

Thementisch 3

Ein Stadtteil, viele Partner - wie kann ressortübergreifende Zusammenarbeit aussehen?

Wie, mit wem und an welchen Stellen können Brücken gebaut werden? Bereits der Austausch zu Beginn des Fachdialogs zeigte, dass „Brücken“ an sehr unterschiedlichen Stellen wichtig sind. Ein Beispiel ist die „Brücke“ zwischen verschiedenen Akteurinnen und Akteuren bzw. verschiedenen Ressorts. Denn erfahrungsgemäß ist es schwierig, einen Überblick über die vielfältige Angebots- und Akteurslandschaft  zu behalten. Eine ressortübergreifende Zusammenarbeit im Stadtteil in Form eines Netzwerkes oder Arbeitskreises kann dabei ein Weg sein, Transparenz herzustellen, Erfahrungen auszutauschen oder gemeinsam aktiv zu werden. Damit die Zusammenarbeit langfristig gelingt sind jedoch auch passende Rahmenbedingungen notwendig. An Thementisch 3 fand Austausch darüber statt.

Dokumentation der Diskussionen an Thementisch 3

Als Impuls wurde an Thementisch 3 von Beate Henschke (Pflegestützpunkt Treptow-Köpenick) das Netzwerk "Leben im Kiez (LIK)" aus Treptow-Köpenick vorgestellt. Mehr Informationen dazu gibt es unter diesem Pfad.

 

Abschlussdiskussion und Feedback

In der knappen abschließende Diskussion im Plenum sowie in den schriftlich ausgefüllten Feedbackbögen ging es im Besonderen darum, Unterstützungsbedarfe und Potenziale der Zusammenarbeit innerhalb der Landesgesundheitskonferenz auszuloten. 

Die Teilnehmenden spiegelten, dass ihnen am Format des Fachdialogs vor allem die Möglichkeit für (bereichsübergreifenden) Austausch gefallen hat und unter anderem viele Ideen, Impulse und Informationen gewonnen werden konnten. Gleichzeitig war es laut den Teilnehmenden möglich, neue Kontakte zu knüpfen und Transparenz über Netzwerke, Initiativen und Projekte zu gewinnen. Gezeigt hat sich den Teilnehmenden zufolge zudem, dass viele vor ähnlichen Herausforderungen stehen. 

Es besteht Interesse, das Thema des Fachdialogs zu vertiefen. Vorgeschlagene Schwerpunktthemen sind hierbei vor allem: Beteiligung, Aktivierung sowie Selbstorganisation älterer Menschen, interkulturelle Perspektive, Zusammenarbeit mit Multiplikatorinnen bzw. Multiplikatoren, Nachbarschaftshilfe und generationsübergreifende Ansätze. 

Im Hinblick auf Unterstützungsbedarfe wurde vor allem eine Bündelung von Informationen benannt, beispielsweise in Form eines themenspezifischen Newsletters. Bezüglich weiterer Module zu diesem Thema signalisierten die Teilnehmenden sowohl Bedarf an bezirksübergreifenden  Fachaustauschen oder Fachdialogen als auch an bezirks- oder sozialraumbezogenen Werkstattformaten. Ebenso wünschen sich einige der Teilnehmenden Leitfäden, Handreichungen und Arbeitsmaterialien zu diesem Thema.

Dokumentation des Feedbacks der Teilnehmenden zu dem Fachdialog 

 

Fachdialoge - ein Format der Fachstelle im Gesundheitszieleprozess

Themenspezifische Fachdialoge werden von der Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung im Rahmen des Berliner Gesundheitszielprozesses "Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alter erhalten" angeboten. Ein Anliegen ist, bestehende Bedarfe auszuloten: beispielsweise hinsichtlich bezirksübergreifender Transparenz, Unterstützung durch die Landesgesundheitskonferenz (LGK) oder der Anwendbarkeit von Qualitätskriterien aus Gesundheitsförderung und Prävention. 

 

Ansprechpartner

Stefan Weigand

Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung im Land Berlin

 

Friedrichstraße 231

10969 Berlin

Tel.: 030 - 44 31 90 66

E-Mail: weigand(at)gesundheitbb.de

 

Beispiele aus der Praxis

Mehr Informationen zu den Netzwerken und Arbeitskreisen, die als Beispiele aus der Praxis beim Fachdialog vorgestellt wurden sowie in den Diskussionen benannt wurden, sind unter dem Pfad Beispiele aus der Praxis zu finden.