Arbeit 4.0 trifft Gesundheit 4.0

Friday, 19. January 2018

Das Netzwerk KMU – Gesundheitskompetenz für kleine und mittlere Unternehmen lud am 20. und 21.09.2017 Vertretende aus Firmen aller Branchen aus dem Netzwerk nach Potsdam ein. Die diesjährige Konferenz stand unter dem Motto „Arbeit 4.0 trifft Gesundheit 4.0 – Wie die Digitalisierung Arbeit und Gesundheit beeinflusst“.

Im Rahmen des Netzwerks tauschen sich Unternehmen zu aktuellen Gesundheitsthemen aus. In Kooperation mit der Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), dem Deutschen Gewerkschaftsbund Bezirk Berlin-Brandenburg (DGB) und der AOK Nordost bietet das Netzwerk interessierten Unternehmen professionelle Beratung und betriebsindividuelle Begleitungen von nachhaltigen Gesundheitsprojekten. Darüber hinaus können sich die Unternehmen betriebsübergreifend in Arbeitskreisen, Workshops und Konferenzen zu aktuellen Gesundheitsthemen informieren und austauschen.

Außerdem wird den Netzwerkteilnehmenden eine Qualifizierung zum betrieblichen Gesundheitscoach angeboten. Sie befähigt die Teilnehmenden, das Gesundheitsmanagement im eigenen Unternehmen aufzubauen und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Inhaltlich stellte Jutta Wiedemann von der Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg das Digitallabor des UVB vor. Professor Dr. John Erpenbeck von der School of International Business and Entrepreneurship an der Steinbeis University Herrenberg/Berlin referierte zu den Herausforderungen von notwendigen Kompetenzen für Mitarbeitende in der digitalen Arbeitswelt.

In gemischten Arbeitsgruppen widmeten sich die Teilnehmenden dem Thema Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz im digitalen Zeitalter, angereichert durch die Expertise von Lena Kieseler von der Bergischen Universität Wuppertal. Ein weiterer Diskussionspunkt war die mögliche Entgrenzung von Arbeit und der sich daraus ergebende Gestaltungs- und Regulierungsbedarf aus Sicht der Gewerkschaften. Hier stand Walter Kuhn vom DGB mit seinem Know-How den Teilnehmenden als Experte zur Verfügung. Christian Klose von der AOK Nordost stellte im Anschluss die Herausforderungen, die sich aus der Digitalisierung der Arbeit ergeben werden, und die Angebote der gesetzlichen Krankenversicherung vor.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen von digitalen Gesundheitsangeboten, die für die Netzwerkteilnehmenden persönlich erlebbar gestaltet wurden. Dadurch erhielten die Teilnehmenden eine einzigartige Chance, zu prüfen, ob und welche dieser Angebote für die eigene Belegschaft geeignet sind. So testeten sie zum Beispiel eine digital animierte Figur, die Mitarbeitende mit überwiegend sitzenden Tätigkeiten zu regelmäßiger Bewegung animiert und diese Übungen auch gleich vormacht. Ein virtueller Einkauf im Supermarkt zeigte auf spielerische Weise, ob die „eingekauften“ Lebensmittel übermäßig zuckerhaltig sind. Alle Teilnehmenden wurden eingeladen an einer Schrittzähler-Challenge teilzunehmen, die durch Fitnessarmbänder gemessen wurde.   
Die inhaltliche Planung für 2018 ist durch die Teilnehmenden der diesjährigen Konferenz ebenfalls eingeleitet worden.

Interessierte klein- und mittelständische Unternehmen aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erhalten weitere Informationen zur kostenfreien Netzwerkteilnahme auf www.aok-busieness.de und per mail: bgm[at]nordost.aok.de

Kontakt: AOK Nordost – Die Gesundheitskasse, Jens Wohlfeil, Tel.: 0800 265080-26407, E-Mail: jens.wohlfeil[at]nordost.aok.de