Mit Speed-Dating zu neuen Möglichkeiten der Gesundheitsförderung im Alter

Friday, 06. December 2019

„Gemeinsam gut und gesund älter werden – Bewegung ins Alter bringen“ hieß es am 30. Oktober 2019 im Rahmen der IBE-Kooperationsplattform im Bezirksamt Lichtenberg.

Bewegung im Alter ist ein wichtiger Faktor, um der älteren Bevölkerung die Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen und um die Gesundheit zu erhalten. Die 2017 durchgeführte Interventionsberichterstattung (IBE) „Bewegung im Alter“ der Landesgesundheitskonferenz ergab, dass Potentiale für neue Angebote vorhanden sind, es aber noch zu wenig Kommunikation bzw. fachlichen Austausch zwischen kommunalen Anbietern und (landesweiten) Organisationen gibt. Das sollte sich mit der Kooperationsplattform ändern. Und noch viel mehr: das Veranstaltungsformat sollte den Informationsaustausch zwischen den sozialräumlichen Akteuren und Trägern fördern, neue Impulse geben und bestenfalls den Grundstein für neue Kooperationen legen.

Im Rathaus Lichtenberg trafen sich dazu Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Landesgesundheitskonferenz (LGK) – etwa Krankenkassen, der Landessportbund und die Senatsverwaltung für Sport sowie der Bezirk Lichtenberg mit Sportvereinen, Seniorenfreizeitstätten, Pflegeheimen und Mitgliedern der Seniorenvertretung – um auf folgende Fragen eine Antwort zu geben: „Welche Förderprogramme und Projekte gibt es? Ich habe eine Idee für ein neues Bewegungsangebot für Ältere – an wen wende ich mich? Eingeladen hatte die LGK bzw. die Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung in Kooperation mit dem Bezirksamt Lichtenberg und der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit.

Auf der Kooperationsplattform stellte die Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung das Gesundheitsziel „Bewegung im Alter“ sowie die Ergebnisse der IBE für den Bezirk Lichtenberg dar. Zudem wurde seitens des Bezirksamts die Alters- und Wohnstruktur im Bezirk präsentiert. Ebenso wurden die Empfänger von Grundsicherung in den Sozialräumen abgebildet. Diese Informationen dienten als Indikatoren, um den Bedarf im gesamten Bezirk zu erkennen und darauf aufbauend in die Diskussion zu gehen. An neun verschiedenen Thementischen konnten die Teilnehmenden sich austauschen und Ideen zu Qualitäts- und Förderkriterien, Angeboten und notwendigen Trägerunterstützung zur Umsetzung diskutieren. Das Format ähnelte einem Speed-Dating für Gesundheitsförderung. So konnten die Teilnehmenden frei nach Interesse zwischen den Themen hin und her wechseln, in offener Atmosphäre Fragen stellen und sich aktiv einbringen.
Im Ergebnis wurden zu jedem Thema angestrebte Kooperationen sowie die neuen Angebote für den Bezirk Lichtenberg präsentiert. Erste Feedbacks zum Veranstaltungsformat fielen entgegen der anfänglichen Skepsis überwiegend positiv aus. Im Feedback-Fragebogen gab ein ungewöhnlich hoher Anteil der Teilnehmenden an, dass sie neue Erkenntnisse gewinnen sowie neue Kooperations- und Fördermöglichkeiten entwickeln konnten. Die Kooperationsplattform wurde zunächst einmalig bezogen auf einen Bezirk durchgeführt. Eine Ausweitung des Konzeptes auf andere Berliner Bezirke wird von der LGK geprüft.

Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung seitens des Bezirksamtes Lichtenberg wird in den kommenden Tagen unter diesem Link veröffentlicht:

https://www.berlin.de/ba-lichtenberg/auf-einen-blick/buergerservice/gesundheit/artikel.608212.php

Patrick Fischer, Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung im Land Berlin