Neues Projekt gestartet: MitWirkung – Perspektiven für Familien

Monday, 27. January 2020

Die Zahl der von Armut betroffenen Kinder ist in Berlin sehr hoch. Seit Jahren arbeiten daher alle Berliner Bezirke am Ausbau von Präventionsketten, um die Chancen für ein gesundes Aufwachsen der Kinder zu erhöhen. MitWirkung – Perspektiven für Familien ist Titel eines neuen Projekts bei Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., das sich dem komplexen Thema Wirkung von Präventionsketten in der Lebensphase Gesund aufwachsen widmen wird. Gefördert wird das Vorhaben von der Auridis, Stiftung gGmbH, zunächst mit einer Projektlaufzeit bis August 2022.

Integrierte kommunale Strategien können die Antwort auf die komplexen Herausforderungen für das gesunde Aufwachsen von Kindern sein. Es stellen sich jedoch immer wieder Fragen:

  • Was bewirkt der ressortübergreifende Strukturausbau bei Fachkräften und Familien?
  • Wie kommen die Maßnahmen und Angebote der Präventionskette bei Familien in sozial benachteiligten Lebenslagen tatsächlich an?
  • Welche Konsequenzen müssen Fachkräfte und politische Leitungen aus den Gesundheits- und Sozialdaten sowie Rückmeldungen der Familien über bestehende Angebote und Maßnahmen für die Weiterentwicklung der bezirklichen Präventionsketten ziehen?
Kompetenzaufbau Wirkungsorientierung und
Entwicklung eines gemeinsamen Wirkmodells für Präventionsketten

In bezirklichen Tandems bzw. Tridems aus den Bereichen Gesundheit(sförderung) und Jugend werden Fachkräfte in koordinierender/steuernder Funktion zu Wirkungsbeauftragten qualifiziert und für wirkungsorientiertes Planen, Steuern und Handeln sensibilisiert. Hier steht der bezirksübergreifende Austausch und die Entwicklung von Wirkmodellen im Rahmen der bezirklichen Präventionsketten im Vordergrund.

Wirkungsorientierte Arbeit an „Bausteinen“ der Präventionskette in den Bezirken

Auf bezirklicher Ebene wird konkret an den Bausteinen der Präventionskette gearbeitet:
An ausgewählten bezirklichen Angeboten, Maßnahmen und Produkten für Familien setzen die Fachkräfte wirkungsorientierte Arbeitsweise in die Praxis um. Neben der Analyse vorhandener Gesundheits- und Sozialdaten spielt die Rückmeldung der Familien zur Inanspruchnahme und empfundener Nutzen eine entscheidende Rolle. So können Wirkzusammenhänge und Wirkungen auf Familien exemplarisch sichtbar gemacht und in die Kooperations- und Netzwerkstrukturen zurückgespiegelt werden – als Impulse für Veränderung, Weiterentwicklung und Entscheidungen über Ressourcen.

Bislang beteiligen sich voraussichtlich fünf bis sechs Bezirke an dem Vorhaben, feste Zusagen gibt es bereits von Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg und Tempelhof-Schöneberg. 

Zu dem Vorhaben ist eine umfänglichere Projektwebsite geplant. Vorab finden sich zentrale Informationen und der Projektsteckbrief auf www.gesundheitbb.de.

Dagmar Lettner, Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V.