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Neues Projekt gestartet: MitWirkung – Perspektiven für Familien

Die Zahl der von Armut betroffenen Kinder ist in Berlin sehr hoch. Seit Jahren arbeiten daher viele Berliner Bezirke am Ausbau von Präventionsketten, um die Chancen für ein gesundes Aufwachsen – trotz Armut – zu erhöhen. MitWirkung – Perspektiven für Familien ist der Titel eines neuen Projekts bei Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V., das sich dem komplexen Thema Wirkung von Präventionsketten in der Lebensphase Gesund aufwachsen widmen wird. Gefördert wird das Vorhaben von der Auridis Stiftung gGmbH , zunächst mit einer Projektlaufzeit bis Ende August 2022.

Icon Briefumschlag

Integrierte kommunale Strategien können die Antwort auf die komplexen Herausforderungen für das gesunde Aufwachsen von Kindern sein. Es stellen sich jedoch immer wieder Fragen:

  • Was bewirkt der ressortübergreifende Strukturausbau bei Fachkräften und Familien?
  • Wie kommen die Maßnahmen und Angebote der Präventionskette bei Familien in sozial benachteiligten Lebenslagen tatsächlich an?
  • Welche Konsequenzen müssen Fachkräfte und politische Leitungen aus den Gesundheits- und Sozialdaten sowie Rückmeldungen der Familien über bestehende Angebote und Maßnahmen für die Weiterentwicklung der bezirklichen Präventionsketten ziehen?

Kompetenzaufbau Wirkungsorientierung und Entwicklung eines gemeinsamen Wirkmodells für Präventionsketten

An dem Projekt beteiligen sich fünf Bezirke:

  • Charlottenburg-Wilmersdorf,
  • Friedrichshain-Kreuzberg,
  • Lichtenberg,
  • Marzahn-Hellersdorf und
  • Tempelhof-Schöneberg

Mit diesen Bezirken wurden Kooperationsverträge zwischen Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V. und den jeweiligen Gesundheits- und Jugendstadträtinnen und -räten abgeschlossen. In bezirklichen Tridems aus den Bereichen Gesundheitsförderung/OE QPK, Gesundheit und Jugend werden Fachkräfte in koordinierender/steuernder Funktion zu Wirkungsbeauftragten qualifiziert und für wirkungsorientiertes Planen, Steuern und Handeln sensibilisiert. Hier steht der bezirksübergreifende Austausch und die Entwicklung von Wirkmodellen im Rahmen der bezirklichen Präventionsketten im Vordergrund.

Am 16. und 17. März 2020 startet die Qualifizierung der zukünftigen Wirkungsbeauftragten im Rahmen bezirklicher Präventionsketten für gesundes Aufwachsen. 

Wirkungsorientierte Arbeit an „Bausteinen“ der Präventionskette in den Bezirken

Im Laufe des Vorhabens wird mit den bezirklichen Wirkungsbeauftragten auf bezirklicher Ebene konkret an den Bausteinen der Präventionskette gearbeitet: An ausgewählten bezirklichen Angeboten, Maßnahmen und Produkten für Familien setzen die Fachkräfte wirkungsorientierte Arbeitsweise in die Praxis um. Neben der Analyse vorhandener Gesundheits- und Sozialdaten spielt die Rückmeldung der Familien zur Inanspruchnahme und empfundenem Nutzen eine entscheidende Rolle. So können Wirkzusammenhänge und Wirkungen auf Familien exemplarisch sichtbar gemacht und in die Kooperations- und Netzwerkstrukturen zurückgespiegelt werden – als Impulse für Veränderung, Weiterentwicklung der bezirklichen Strategien und Strukturen sowie für Entscheidungen über Ressourcen.Zu dem Vorhaben ist eine umfänglichere Projektwebsite geplant. Vorab finden sich zentrale Informationen und der Projektsteckbrief auf www.gesundheitbb.de.


Andrea Möllmann-Bardak (Projektleitung) und Dagmar Lettner (Wirkungsmanagerin), Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V.

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