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Gesundheitskompetenz

Schwerpunkt der Landesgesundheitskonferenz für die Jahre 2026/2027

Als Querschnittsthema ist das Thema Gesundheitskompetenz sowohl in der Prävention und Gesundheitsförderung als auch in der Gesundheitsversorgung verankert und lässt sich auf sämtliche Lebensphasen und Settings der Gesundheitszieleprozesse anwenden.

Viele Mitglieder befassen sich innerhalb ihrer Arbeitsfelder bereits auf unterschiedlichen Ebenen mit dem Thema Gesundheitskompetenz. Dies betrifft zum Beispiel verhaltens- und verhältnispräventive Ansätze aber auch die individuelle, organisationale und navigationale Gesundheitskompetenz.

Als Startschuss wurde die 22. Öffentliche Landesgesundheitskonferenz am 05.11.2025 genutzt, um möglicher Themenfelder sowie Synergien und Verbündete für diese zu finden.

Die identifizierten Bausteine für eine Stärkung der Gesundheitskompetenz wurden in einzelnen Auftaktworkshops weiterentwickelt und bearbeitet. 

  • Ad-hoc-AG Diskriminierungssensibles Gesundheitswesen
  • Krank und ohne Krankenversicherung
  • Mentale Gesundheitskompetenz
  • Healthy Communities
  • Navigationale Gesundheitskompetenz
  • Elternberatung in der (Kinder-)Arztpraxis

Die Studie "Gesundheitskompetenz in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten (HLS-GER3-Studie 2025)" der Universität Bielefeld, Charité Universitätsmedizin und Hertie School Berlin hat festgestellt, dass sich die Gesundheitskompetenz ingesamt in Deutschland in den letzten fünf Jahren um 3,1 Prozentpunkte verbessert hat - 55,7 Prozent der Bevölkerung zeigt eine geringe Gesundheitskompetenz auf. Allerdings zeigt sich der positive Trend bei der Entwicklung der Gesundheitskompetenz nur bei einigen Bevölkerungsgruppen:

"Vor allem bei Menschen, die sozial und finanziell bessergestellt sind, hat sich die      Gesundheitskompetenz verbessert. Menschen mit niedrigem Sozialstatus und geringen finanziellen Ressourcen konnten dagegen nicht vom positiven Trend profitieren. Damit lässt sich ein Auseinanderdriften beobachten: Wer ohnehin schon über eine hohe Gesundheitskompetenz verfügt, kann diese weiter verbessern."

(Schaeffer/ Griese/ Singh/ Ewers/ Hurrelmann: HLS-GER3-Studie 2025. Universität Bielefeld, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Hertie School Bielefeld/Berlin 2025).

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